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Arbeitslos – was jetzt?

Die Finanzkrise scheint gebannt, doch über dem Arbeitsmarkt stehen weiterhin dunkle Wolken. Konjunkturprogramme laufen aus und vielerorts sichert Kurzarbeit tausende Arbeitsplätze – nur, wie lange noch? Plötzlich arbeitslos, ein Schock vor allem für diejenigen, die lange in einer Firma gearbeitet haben. „Trotzdem ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und gezielt die richtigen Aktivitäten zu ergreifen“, rät Diplompsychologe Elias Wolf, Autor des Ratgebers „Arbeitslos – was jetzt?“ (Verlag C.H.Beck). Er gibt Tipps, worauf Arbeitssuchende unbedingt achten sollten.

In den letzten Jahren hat sich die Agentur für Arbeit grundlegend von der Verwaltung zur aktiven Arbeitsvermittlung gewandelt. „Heute werden feste Beratungstermine vergeben und die Wartezeiten sind kurz“, sagt Elias Wolf, der selbst auch Vermittler bei der Arbeitsagentur ist. „Qualifizierte Ansprechpartner beraten und unterstützen bei der Stellensuche und informieren über mögliche Förderungen.“ Hierzu zählen Bewerbungstrainings und berufliche Weiterbildungen wie Schulungen in EDV-Programmen. „Sprechen Sie Ihren Arbeitsvermittler unbedingt darauf an.“

Neben den Rechten hat der Arbeitssuchende auch Pflichten. Dazu gehört, sich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit zu melden, notwendige Angaben zum Werdegang zu machen und Kopien wichtiger Dokumente wie Lohnsteuerkarte und Personalausweis einzureichen. Ansonsten droht die Streichung des Arbeitslosengeldes für eine Woche. Außerdem kann dem Arbeitssuchenden zugemutet werden, eine andere Tätigkeit auszuüben, einen weiter entfernten Arbeitsplatz anzunehmen oder als Single gar umzuziehen. „Sollten Sie mit einer Entscheidung der Agentur für Arbeit überhaupt nicht einverstanden sein, können Sie dagegen innerhalb von vier Wochen schriftlich Widerspruch einlegen“, erklärt Elias Wolf. „Der Widerspruch bewirkt, dass die Agentur ihre Entscheidung nochmals überprüft.“

Neben dem Arbeitslosengeld können Sie weitere Unterstützung von der Arbeitsagentur erhalten:

– Bewerbungskosten: fünf Euro pro Bewerbung, maximal 300 Euro im
Jahr
– Bewerbungscoaching: bis zu fünf Stunden à 80 Euro
– Reisekosten zum Vorstellungsgespräch
– Umzugskosten bis maximal 4.000 Euro
– eventuell auch die Kosten für neue Arbeitsmittel und
Arbeitskleidung.

„Beachten Sie aber, dass jeder Antrag auf Leistungen bei der Agentur für Arbeit gestellt werden muss, bevor die Kosten entstehen“, empfiehlt Beck kompakt-Autor Elias Wolf. „Andernfalls gibt es kein Geld.“

P2News/Verlag C.H.Beck oHG

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