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Arabiens Wutbüger

Oppositionelle auf die Straßen, setzen die herrschenden Regime unter Druck – und müssen Tote beklagen. Welch hoher Preis! Sie haben sich Tunesien und Ägypten zum Vorbild genommen und hoffen, dass auch sie demnächst die Früchte ihres Protestes werden ernten können. Sie haben sich eingereiht in die Phalanx der arabischen „Wutbürger“, die es satthaben, ständig bevormundet, gar politisch entmündigt zu werden. Was sie wollen, ist mehr Freiheit, Selbstbestimmtheit und Würde. Dazu gehört vor allem ein Arbeitsplatz, der genug einbringt, um eine Familie ernähren zu können. Die Wut der Demonstranten wird genährt durch die Gier der Regierenden, die sich bisher den Staat, dessen Ressourcen und Rohstoffe aufgeteilt haben und mit ausgebeulten Brieftaschen vorrangig an den eigenen Machterhalt denken. Es geht eben auch um Fairness. Die arabische Bewegung steckt in den Anfängen. Ist sie revolutionär oder reformorientiert? Der Westen begleitet sie mit viel Sympathie, ohne zu wissen, wohin am Ende die Reise geht. Aus diesem Grunde sollte er ein Hilfs-Konzept entwickeln, das nicht nur dem eigenen Nutzen dient. Tut er es nicht, wird er an Einfluss verlieren.

P2News/Rheinische Post

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