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Althaus geht zu Magna

Manchmal ist es ganz praktisch, Politiker zu sein. Zum Beispiel, wenn man eigentlich abgewirtschaftet hat, die Karriere zum Stillstand gekommen ist und man für den zumeist gut dotierten Ruhestand noch zu jung ist. Dann ist es hilfreich, mal den alten Rolodex rotieren zu lassen, ob sich unter den Kontakten aus der aktiven Zeit nicht einer findet, der bei der Resozialisierung assistiert. Oder es geht andersrum: In der Chefetage eines Konzerns wird überlegt, wie sich die Lobbyarbeit – will sagen: politische Einflussnahme – verbessern ließe. Und irgendein Berufspolitiker ist doch immer verfügbar. Falls er nicht ohnehin schon in der einen oder anderen Weise auf der Payroll steht. Diese Kaste zählt viele Köpfe – jeglicher Couleur. Natürlich darf es kein Berufsverbot für abgehalfterte ehemalige Politgrößen geben, schließlich muss die freie Berufswahl auch für sie gelten. Aber ein gewisses Geschmäckle bleibt immer, wenn die übergroße Nähe von Kapital und Politik allzu deutlich wird. Falls einer oder eine aus der politischen Elite schon mal ins Straucheln kommt, dann fällt er oder sie garantiert weich. Das Netzwerk ist dicht gewebt und gut gepflegt. Man kennt sich, man hilft sich. Da kassieren Landespolitiker üppige Zahlungen von einem Energiekonzern für wenige Minuten körperlicher Anwesenheit. Da kaufen sich Hotelunternehmer bei der FDP eine Steuererleichterung. Manchmal ist die Realpolitik noch viel absurder, als ein Kabarettist es sich ausdenken könnte.

P2News/Neue Westfälische

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