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Alfa Romeo MiTo Krönung mit einem Muskelmann

Zum zweiten Mal fährt Alfa Romeo mit einer tollen Nummer in die Autoarena: mit dem 170 PS leistenden MiTo-Spitzenmodell Quadrifoglio Verde samt MultiAir-Motortechnologie, die ihre Premiere allerdings bereits hinter sich hat; im 135 PS starken Mi(lano)To(rino).

Dass ausgerechnet eine „Luftnummer“ – obendrein mit dem betonenden Zusatz „Multi“ – das Zeug haben soll, als Quantensprung der Antriebstechnik gewertet zu werden, ist noch immer eine Überraschung. Doch MultiAir erweist sich als eine motortechnische Revolution, selbst wenn, wie von manchem behauptet, noch offen bleibt, ob sie die gesamte Branche erfasst. Ganz offensichtlich ist das Konzept – die Steuerung der Einlassventile übernehmen anstelle einer Nockenwelle elektrohydraulische Stößel – ein Weg, Motoren mehr Leistung und ein höheres Drehmoment abzuringen und gleichzeitig deren Kraftstoffverbrauch und die Emissionen zu reduzieren.

Die möglich gewordene individuelle Steuerung der Ventile über das Hydrauliksystem jedes einzelnen Zylinders erlaubt, die Ventile jeweils nur so weit zu öffnen oder zu schließen, wie das dem Luftverbrauch des Motors im momentanen Lastzustand entspricht. Machbar ist selbst zweimaliges Öffnen der Einlassventile in einem Arbeitszyklus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das neue 1,4-Liter-MiTo-Kraftpaket Quadrifoglio Verde lässt die Muskeln ordentlich spielen, wie die erarbeiteten 170 PS beweisen, begnügt sich aber mit durchschnittlich 6 Liter Super für 100 Kilometer. Das muss dem relativ kleinen Turbo-Benziner erst mal einer nachmachen! Jedenfalls ein Beweis mehr, wie allein Downsizing im Zusammenspiel mit einem Start-Stopp-System und der Schaltempfehlung für den Fahrer überzeugendes Sparpotenzial gewinnen lässt. Sicher behält Gültigkeit, dass viele Wege nach Rom führen.

Apropos Start-Stopp: Bei der Fahrvorstellung des MiTo Quadrifoglio Verde am Bodensee gab sich einer der Testwagen zwei-, dreimal unwillig, nach kurzem Stehenbleiben mit bravem Motorstopp augenblicklich wieder Fahrt aufzunehmen. Nach dem Wechsel des Fahrerfußes vom Brems- zum Gaspedal nahm sich der Motor offensichtlich unerlaubt Auszeit, ehe er ansprang. Gut möglich, dass die jeweilige momentane Konstellation – also getretene Kupplung, eingelegter Gang oder trotz kurzem Halt gewählte Leerlaufstellung des Getriebes ohne Fuß auf der Kupplung – Einfluss auf die Spontanität des automatischen Motorstarts hat. Techniker werden solcher Erscheinung, die vermutlich selten Ausnahme ist, sicher nachgehen.

Schlussfolgern wir einfach verbindlich: Ein Spitzensportler vom Format des temperamentvollen Quadrifoglio Verde mag Fahrtunterbrechungen eben einfach nicht! Der bloße Anblick des kompakten Kraftpakets – Exterieur wie Interieur – verspricht bereits Dynamik, die in Fahrt zum erwarteten Erlebnis wird. Hauptanteil daran hat die spontane Kraftentfaltung. In Zahlen: In 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h! Der spontane Vortrieb – begleitet vom Sound Marke Alfa Romeo – kann auf Unterstützung bauen. Mit lässiger Fingerbewegung lässt sich über einen Hebel neben dem griffigen Schaltknauf die zweckdienliche Einstellung eines hilfreichen Systems vornehmen, das Alfa Romeo beziehungsreich D.N.A. nennt; weil es drei Möglichkeiten der Grundabstimmung des Fahrzeugs zulässt: Dynamic, Nomal und All weather. Die Einstellungen berühren jeweils die Motorsteuerung, die Servolenkung und das Fahrwerk, sprich die Straßenlage, indem die Zug- und Druckstufe der vier elektronisch angesteuerten Dämpfer an den Rädern den Anforderungen des Fahrstils und des Fahrwegs angepasst werden. In der Hebelstellung „Dynamik“ fühle sich das Auto an, als sei es für eine sportlichere Fortbewegung tiefergelegt, sagt Alfa Romeo. Das passt.

Auch bei etwaigen Notbremsungen mit veränderter Radlastverteilung reagiert das Fahrwerk „verhärtet“, ohne dass dazu die entsprechend Einstellung am Wählhebel nötig wäre. Im Übrigen wird über diesen Hebel auch die dynamische Fahrstabilitätskontrolle (VDC) der gewählten Einstellung angepasst.

Alfa Romeos sportliche MiTo-Topversion, ein Muskelmann – leistungsbereit und gut trainiert, wie das grüne Kleeblatt-Logo an der Karosserie verspricht – wird der sportlichen italienischen Marke in Deutschland weiteren Auftrieb geben. Immerhin verbucht die Marke hierzulande ein 58-prozentiges Wachstum. Namhafte Studien bescheinigen den Autos inzwischen auch wieder ärgerfreie Qualität, wie sie jeder begeisterter Alfisti erwartet. Seit der Einführung des MiTo im vergangenen Jahr sind bereits mehr als 10.000 Exemplare verkauft worden. Und auch das verdient ein Achtungszeichen: Neunzig Prozent aller MiTo-Käufer, die mit durchschnittlich 37 Jahren die Jüngsten im Segment sind, wurden erobert. Also hatten andere Marken das Nachsehen.

Ab 20.950 Euro ist der mit verführerischem Aussehen und imponierender Leistung auf sich aufmerksam machende MiTo Quadrifoglio Verde zu haben. Er hat die Gene eines echten Alfa Romeo, wenn er auch eher im Kleinformat daherkommt. Unmittelbare Konkurrenten sieht er im MINI Cooper, Citroën DS3, Peugeot 207 oder selbst im künftigen Premium-Ligisten Audi A1 sieht, denen er den Kundenfang schwermachen will. Premiumanspruch erhebt Alfa Romeo nicht. Temperamentvolle Sportlichkeit, die Sinne jedes Alfisti fesselnd, sei und bleibe der prägende Charakterzug der Marke, sagt ein Gesprächspartner, der in der Arbeit für Alfa Romeo so etwas wie eine Berufung sieht. Man kann ihn verstehen.

P2News/auto-reporter

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