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Afghanistan, nichts ist gut

Bald zehn Jahre dauert nun der NATO-Einsatz in Afghanistan. Aus einer Befriedungsaktion ist längst ein Krieg geworden; schmutzig wie jeder Krieg. Keines der hehren Ziele wurde erreicht. Die Taliban kontrollieren weite Teile des Südens und Ostens. Zugleich setzen sie Nadelstiche im restlichen Land von Kabul bis zum Hindukusch. Die Zahl getöteter deutscher Soldaten wächst wie die Ratlosigkeit der Politik. Kaum ein Plan ist aufgegangen. Nahezu alle guten Absichten sind zerstoben. Das westliche Bündnis kooperiert mit einem korrupten Regime, das sein Volk nicht hinter sich weiß. Wie Fische im Wasser bewegen sich die Taliban nicht nur unter der Bevölkerung, sondern eben auch in der vom Westen ausgehaltenen afghanischen Armee und Polizei. Die Exit-Strategie, die Übergabe der Sicherung des Landes an afghanische Autoritäten, ist dahin. Daran ändern nichts die stetig wiederholten Floskeln, man wolle die Wen-de zum Besseren schaffen. Altbischöfin Käßmann hatte eben doch recht mit ihrem Satz „Nichts ist gut in Afghanistan“. Mehr denn je. Ein Land lässt sich von außen nicht verändern. Es bedarf zumindest des inneren Willens.

P2News/Neue Westfälische

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