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2011 übersteigt die Weltbevölkerung die 7-Milliarden-Grenze

Im Herbst 2011 werden auf der Erde mehr als sieben Milliarden Menschen leben. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 1960. In der aufwändig illustrierten Serie „7 Milliarden“, die in der Januar-Ausgabe startet, berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND über die dramatischen Folgen der Bevölkerungszunahme. Mehr als 95 Prozent des Wachstums entfallen dabei auf die Entwicklungsländer, während zum Beispiel die Bevölkerung Deutschlands schrumpft. Besonders stark ist der Anstieg in Indien: Bis zum Jahr 2030 werden dort 1,6 Milliarden Menschen leben. Damit wird Indien China als menschenreichstes Land überholen. Bis zum Jahr 2050 werden nach aktuellen Schätzungen sogar neun Milliarden Menschen die Erde bevölkern.

Wissenschaftler sind skeptisch, ob unser Planet genügend Energie und Rohstoffe für so viele Menschen bietet, wenn wir unser Konsumverhalten nicht ändern. Wahrscheinlicher sind Kriege um Land, Wasser und Lebensmittel. Ebenso bedrohlich sind die Folgen des Bevölkerungswachstums für das Klima. So sind neben den steigenden Emissionen aus fossilen Brennstoffen und der Abholzung der Wälder vor allem der hohe Fleischverbrauch für die globale Erwärmung verantwortlich – unter anderem durch die damit verbundene Methanproduktion der Rinder. Vor diesem Hintergrund wäre für die Rettung der Erde ein gemäßigter Fleischverzehr wesentlich effektiver als etwa eine staatlich gesteuerte Geburtenkontrolle, auf die noch viele Entwicklungsländer setzen.

Einige Experten fürchten aber, dass eine verordnete Geburtenkontrolle überflüssig werden könnte, weil sich das Problem des Überbevölkerung in absehbarer Zeit auf natürliche Weise lösen werde: Kriege um Nahrung und Rohstoffe, Überschwemmungen und die Zerstörung von Land durch die Folgen des Klimawandels würden die Weltbevölkerung bald ebenso dezimieren wie das vermehrte Auftreten von Seuchen bei verschlechterter Lebensqualität. Solche Prognosen erhöhen den Zulauf bei den „Collapsitarians“, einer wachsenden Gruppe von Menschen, die davon ausgehen, dass der Kollaps unvermeidlich ist und erst mit einer deutlich geringeren Erdbevölkerung ein Neuanfang auf unserem Planeten möglich werde.

P2News/Gruner+Jahr, National Geographic

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