Eine allmähliche Gewöhnung der Haut an UV-Strahlung des Sonnenlichts durch maßvolles Vorbräunen entfaltet eine schützende Wirkung. Studien kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass kontinuierliches Sonnen unterhalb der Erythem-Schwelle (erste Hautrötung) entscheidend dazu beiträgt, die natürlichen Eigenschutzmechanismen des menschlichen Köpers vor einer Überdosierung mit UV-Strahlen aufzubauen. Mit Pigmentierung und dem Aufbau der sogenannten “Lichtschwiele” – einer Verdickung der obersten Hautschicht, der Hornhaut – baut die Haut eine wirksame Barriere gegen schädliche Strahlungswirkungen auf. Dieser natürlich aufgebaute Schutz ist vergleichbar mit dem Schutz einer Sonnencreme. “Bei regelmäßigem Sonnenbaden über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen wird die Lichtschwiele vollkommen ausgebildet. Die verdickte Hornhaut absorbiert verstärkt das UV-B Licht und verhindert dessen Eindringen in die obere Hautschicht”, erläutert Ad Brand vom Sunlight Research Forum. Zudem, so Brand weiter, verstärke sich durch die Sonnenstrahlung die Produktion des Pigments Melanin. “Dieser Hautfarbstoff bildet unter der Hornhaut eine weitere Schutzschicht vor UV-Strahlung. Melanin ist auch der Stoff, aus dem die Bräune kommt. Je größer die eingelagerte Menge an Melanin, desto dunkler wird der Tönungsgrad der Haut”, erklärt Ad Brand.
“Vorbräunen im Freien oder unter dem Solarium führt also zu mehr Sonnenschutz, es aktiviert den Eigenschutz der Haut vor der UV-Strahlung des Sonnenlichts. Gerade vor einem Strandurlaub sollte man sich drei bis vier Wochen Zeit nehmen, um den Aufbau der Lichtschwiele und der verstärkten Melaninproduktion zu gewährleisten”, empfiehlt Brand – und warnt: “Wer seine Haut plötzlich und ohne Vorbereitung einer Überdosis an UV-Strahlung aussetzt, riskiert Sonnenbrand und erhöht die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken.
P2News/Sunlight Research Forum

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