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Gesundheit geht durch den Magen

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Jul 22, 2008 Kommentare deaktiviert durch P2News Redaktion | KINO

Tee, obligatorisch zu jeder asiatischen Mahlzeit, ist eine Wohltat für die Gesundheit: Er senkt das Karies-Risiko und soll sogar krebsvorbeugende Wirkung haben

Die Acht gilt in China als Glückszahl und steht symbolisch für Reichtum. Hierzulande verbinden die meisten Menschen die Zahl Acht vor allem mit den acht Köstlichkeiten der chinesischen Küche. Doch was in den hiesigen China-Restaurants kredenzt wird, hat mit der tatsächlichen chinesischen Küche meist wenig zu tun. Vor allem der Einsatz des Geschmacksverstärkers Glutamat, der oft zu Unverträglichkeiten führt, auch Chinarestaurant-Syndrom genannt, hat das Image der chinesischen Küche ramponiert. Dabei ist die echte chinesische Küche weit besser als ihr Ruf, weiß Maike Schmidt, Ernährungswissenschaftlerin bei der Techniker Krankenkasse (TK).

Die ganzheitliche Ernährungslehre ist fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Essen ist für die Chinesen vor allem zum Gewinnen der Lebensenergie, des sogenannten Qi, wichtig und daher für Gesundheit und Wohlbefinden elementar. Aus chinesischer Sicht gibt es keine eindeutige Trennung zwischen Arznei- und Lebensmitteln. Nahrungsmittel gelten in China als milde Therapeutika. Die chinesische Küche zielt also nicht nur auf Genuss, sondern will heilsam sein. Wenn auch regional unterschiedlich ausgeprägt, gibt es doch einige Grundsätze, die sie kennzeichnen: Das Essen hat generell einen sehr hohen Stellenwert. Zum Kochen werden vor allem frische Lebensmittel verwendet. Was das Essen darüber hinaus so gesund macht, ist das ausgewogene Verhältnis von Gemüse, Fleisch und Reis. Zudem bleiben durch eine fettarme und schonende Zubereitung, Kurzbraten im Wok, Blanchieren und Dampfgaren im Bambuskörbchen die Nährstoffe länger erhalten.

Auch wenn vieles, was in der chinesischen Küche gängig ist, wie Grashüpfer, Haifischhirne, Hühnerfüße und Skorpione, eher weniger dem europäischen Geschmack entspricht, so kann man sich aus dem Reich der Mitte doch einiges abgucken, findet Ernährungswissenschaftlerin Schmidt. Das gilt vor allem für die Art der Zubereitung und das Genießen der Mahlzeiten. Das Essen ist eine gesellige Angelegenheit, für die man sich viel Zeit nimmt. Langsames Essen sorgt dafür, dass man nicht mehr isst, als der Körper benötigt, um satt zu sein, und man überfordert ihn nicht mit der Verdauungsarbeit. So wird Übergewicht wirksam vorgebeugt.

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